Eine kleine Torschusstheorie

5 Aspekte des erfolgreichen Torschusses

Veröffentlicht: 29.12.2017  1/5

Wer uns schon länger verfolgt, kennt sie bereits - unsere kleine Torschusstheorie. Im folgenden Text fassen wir nochmal die 5 wesentlichen Aspekte der kleinen Torschusstheorie für Euch zusammen. Wie so oft, beginnt alles mit einem Blick.

I. The Eye of the Striker

Ein Blick verrät mehr als 1000 Worte

The Eye of the Striker umschreibt das optimale Blickverhalten vor dem Torabschluss. Mit dem richtigen Blickverhalten erfassen Spieler mehr relevante Informationen einer Spielsituation. Da die Blickausrichtung bei ungeschulten Spielern eher unbewusst abläuft, machen sie unfreiwillig falsche Situationsmerkmale zur Grundlage ihrer Entscheidungen. Lernen Spieler, welche Merkmale einer Situation bedeutsam sind, kann durch Lenkung der Aufmerksamkeit ein wirksameres Blickverhalten entstehen. Generell lassen sich drei grundlegende Blickstrategien vor dem Torabschluss unterscheiden.

Wahrnehmung der Torhüterposition

"Ich schaue, wo der Torhüter steht."

Im Fußball geht es immer um das Erkennen freier Räume. Ebenso verhält es sich vor dem Tor. Die Blickausrichtung auf die Torhüterposition verkörpert daher die wohl ungünstigste Blickstrategie, vergleichbar mit einem Dartspieler, der anstelle des Zielfeldes ein Nebenfeld anvisieren würde. Viele Spieler handeln vor dem Tor jedoch von Natur aus so. Das wichtige Situationsmerkmal der freien Torflächen entgeht dadurch allerdings der bewussten Wahrnehmung. Im Normalfall fliegt der Ball anschließend direkt auf den unbewusst anvisierten Torhüter oder am Tor vorbei, weil es nicht klar erfasst werden konnte.

Wahrnehmung freier Torflächen

"Ich schaue, wo Platz im Tor ist."

Zielgenaues schießen wird durch die scharfe Wahrnehmung des Ziels vereinfacht. Dazu genügt die bloße Ausrichtung des Blicks auf den Zielbereich. Euren Spielern solltet Ihr die Fläche zwischen dem Torhüter und den Torpfosten als Zielbereich vermitteln. Mit zunehmender Spielerfahrung kommt noch eine dritte Blickstrategie in Frage, die nur noch wenig dem Sehen zu tun hat.

Erahnen freier Torflächen

"Ich schieße da hin, wo Platz im Tor sein müsste."

Ein Torhüter bewegt sich immer ballorientiert. Ein Spieler kann deshalb in Abhängigkeit zur Ballposition erahnen, wo sich freie Torflächen befinden! Im Kopf existiert mit zunehmender Spielerfahrung ein "Abbild" der freien Zielbereiche im Tor, die er nun ohne einen zusätzlichen Blick anvisieren kann. Schließlich steht das Tor immer am selben Ort. Diese Fähigkeit ist vor allem für direkte Torabschlüsse notwendig und kann Spielern ebenfalls frühzeitig als Idee mitgegeben werden.

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